Hast du schon einmal die Nase deines Hundes berührt? Meistens fühlt sie sich feucht und kühl an. Das ist bei unseren geliebten Vierbeinern ein tolles Zeichen, denn es zeigt oft, dass das Tier gesund ist und sich wohlfühlt. Aber hast du auch schon mal gehört, dass ein Mensch kalt wie eine Hundeschnauze sein soll? Das klingt erst einmal lustig, ist aber meistens ganz anders gemeint, als es sich im ersten Moment anhört.
Kalt wie eine Hundeschnauze sein
Wenn wir dieses Sprichwort benutzen, meinen wir damit natürlich nicht, dass die Person eine kalte Nase hat oder ein Fellgesicht bekommt. Wir beschreiben damit jemanden, der sehr streng ist, wenig Gefühle zeigt oder kein Mitleid hat. Wenn ein Mensch kalt wie eine Hundeschnauze reagiert, bleibt er ganz sachlich und lässt sich nicht von seinen Emotionen leiten.
Stell dir vor, beim Fußballspielen auf dem Schulhof passiert ein Foul. Ein Spieler weint, weil sein Knie wehtut. Ein anderer sagt aber nur ganz trocken: „Steh auf, das Spiel geht weiter, es ist nichts passiert.“ In diesem Moment zeigt er wenig Mitgefühl und ist kalt wie eine Hundeschnauze. Auch ein Schiedsrichter muss manchmal so reagieren, damit er fair bleibt und sich nicht von den Rufen der Zuschauer beeinflussen lässt. Er bleibt dann ganz ruhig und sachlich, egal wie aufgeregt alle anderen sind.
Es ist also wichtig zu wissen: Das Sprichwort ist niemals wörtlich gemeint! Niemand verwandelt sich wirklich in einen Hund. Es geht nur darum, wie sich jemand in einer bestimmten Situation verhält. In unserer großen Übersicht findest du noch viele weitere spannende Redewendungen mit Hund, die wir in unserer Sprache oft benutzen und die fast immer eine tierisch interessante Herkunft haben.