Warum gähnen Hunde manchmal, obwohl sie gar nicht müde sind?

Hast du dich schon einmal gefragt: Warum gähnen Hunde manchmal, obwohl sie gar nicht müde sind? Das ist eine sehr spannende Frage. Wenn wir Menschen gähnen, ist das meistens ein klares Zeichen dafür, dass wir dringend ins Bett müssen. Bei unseren Vierbeinern hat das Gähnen aber oft eine ganz andere Bedeutung.

Ein Trick zur Beruhigung

Hunde gähnen sehr oft, um sich selbst zu beruhigen. Wenn ein Hund aufgeregt ist, sich unwohl fühlt oder ein bisschen Stress hat, nutzt er das Gähnen wie ein kleines Ventil. Stell dir vor, du bist vor einem Test in der Schule aufgeregt und atmest einmal tief durch. Genau so funktioniert das Gähnen bei deinem Haustier.

Das passiert zum Beispiel, wenn du die Leine in die Hand nimmst und dein treuer Begleiter genau weiß, dass es gleich nach draußen geht. Die Vorfreude ist dann so groß, dass er gähnen muss, um seine eigene Aufregung etwas zu dämpfen. Auch bei einem Besuch beim Tierarzt, wenn die Umgebung ungewohnt ist, sieht man dieses Verhalten häufig.

Ein Friedenszeichen für andere

Neben der eigenen Beruhigung ist das Gähnen auch eine wichtige Botschaft an andere. Hunde nutzen bestimmte Bewegungen, um anderen Hunden zu zeigen, dass sie friedlich sind und keinen Streit wollen. Fachleute nennen das Beschwichtigungssignale. Wenn ein anderer Hund auf deinen Vierbeiner zukommt und dieser lautlos gähnt, sagt er damit auf Hundeart: Alles ist gut, ich bin dir freundlich gesinnt.

In unserer Kategorie Fragen & Antworten findest du noch viel mehr spannende Erklärungen darüber, wie unsere Haustiere miteinander sprechen.

Wann ist es wirklich Müdigkeit?

Natürlich gähnen Hunde auch, wenn sie einfach nur schlafen wollen. Das erkennst du daran, dass sie sich danach oft hinlegen, sich einrollen und die Augen schließen. Wenn dein Hund aber mitten im Spiel oder beim Spaziergang gähnt, weißt du nun genau, was in seinem Kopf vorgeht. Er hilft sich selbst dabei, entspannt und friedlich zu bleiben.