Hast du schon einmal jemanden sagen hören: „Ich musste heute wie ein Hund leiden“? Das klingt erst einmal ganz schön merkwürdig, oder? Schließlich sind Hunde doch meistens fröhliche Tiere, die gerne spielen und mit dem Schwanz wedeln. In unserer Sprache gibt es viele spannende Redewendungen mit Hund, die uns helfen, Gefühle besser zu beschreiben.
Wie ein Hund leiden.
Wenn jemand sagt, dass er wie ein Hund leiden muss, dann meint er damit nicht, dass er plötzlich vier Pfoten oder ein Fell bekommen hat. Es ist ein Vergleich, den wir nutzen, wenn es uns körperlich oder seelisch so richtig schlecht geht. Vielleicht hast du ganz schlimme Bauchschmerzen oder du bist furchtbar traurig, weil dein bester Freund weggezogen ist. In solchen Momenten fühlt man sich oft schwach und hilflos.
Warum sagen wir ausgerechnet „wie ein Hund“? Hunde sind schon seit tausenden von Jahren die treuesten Begleiter von uns Menschen. Weil wir unsere vierbeinigen Freunde so sehr lieb haben, spüren wir ganz genau, wenn es ihnen nicht gut geht. Ein kranker oder trauriger Hund löst in uns Menschen ganz viel Mitleid aus. Wenn wir also sagen, wir müssen wie ein Hund leiden, wollen wir ausdrücken, dass unser Schmerz oder Kummer besonders groß ist – so groß, dass andere fast mit uns mitweinen möchten.
Stell dir vor, du hast eine dicke Erkältung mit Halsschmerzen und Fieber. Du liegst im Bett, fühlst dich schlapp und hast zu gar nichts Lust. Deine Mama oder dein Papa könnten dann sagen: „Oje, du musst ja gerade wie ein Hund leiden.“ Das ist eine liebevolle Art zu sagen, dass sie sehen, wie schlecht es dir geht und dass sie dir helfen möchten.
Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Sprichwort nur ein Bild ist. Es hilft uns, unsere Gefühle in Worte zu fassen, damit andere uns besser verstehen können. Auch wenn man sich einmal so richtig schlecht fühlt – wie ein Hund – geht es meistens bald wieder bergauf, genau wie nach einem langen Regenschauer wieder die Sonne für den treuen Vierbeiner scheint.